Zum Inhalt springen
  • 4,9 aus 36 Bewertungen
  • Gratis Lieferung in NL und BE ab 99 €
  • Frische Pflanzen vom Gärtner
4,9 aus 36 Bewertungen
Direkt aus dem Gewächshaus geliefert
Frische Pflanzen vom Züchter
Mehr als 100 XXL-Pflanzen auf Lager

Olivenbaum im Winter: winterhart, einpacken oder ins Haus holen?

Ein Olivenbaum im Winter kann in milden Lagen draußen bleiben, solange du zwei Dinge beachtest: wie kalt es wird und ob der Baum im Gartenboden oder im Kübel steht. Ein ausgewachsener Olivenbaum im Gartenboden verträgt kurze Perioden mit leichtem Frost. Ein Olivenbaum im Kübel ist empfindlicher, weil die Wurzeln im Topf schneller durchfrieren als Wurzeln im Boden.

Die kurze Antwort lautet also: Schütze einen Baum im Kübel, wenn es länger oder stärker friert, pack die Krone bei starkem Frost ein und stell ihn auf trockene Füße. Hast du einen jungen oder kleinen Baum oder erwartest du einen strengen Winter, ist das Überwintern an einem kühlen, hellen Platz im Haus die sicherste Wahl. Unten liest du für jede Situation, was zu tun ist, vom Einpacken über das Gießen bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Baum wieder nach draußen kann.

Ist ein Olivenbaum winterhart?

Ein Olivenbaum (Olea europaea) stammt aus dem Mittelmeerraum. Dort sind die Winter mild, aber auch dort friert es manchmal. Der Baum ist deshalb nur bedingt winterhart. Wie viel Frost ein Olivenbaum genau verträgt, unterscheidet sich je nach Quelle. Ein sicherer Rahmen liegt bei etwa -5 bis -10 °C, abhängig von der Sorte, dem Alter des Baums und davon, wie lange der Frost anhält. Ein alter Baum mit dickem Stamm übersteht ein paar kalte Nächte besser als ein junger Baum mit dünnen Zweigen.

Bei der Frage, ob Olivenbäume winterhart sind, zählt nicht nur die tiefste Temperatur. Auch diese Punkte bestimmen, wie der Baum durch den Winter kommt:

  • Dauer des Frosts: Eine Nacht mit leichtem Frost ist etwas anderes als eine Woche, in der es Tag und Nacht friert.
  • Nasser Boden: Kälte in Kombination mit Wasser an den Wurzeln richtet mehr Schaden an als trockene Kälte. Wurzeln, die lange in nasser, kalter Erde stehen, können faulen.
  • Wind: Ein kalter Ostwind trocknet die Blätter aus. Der Baum verliert dann Feuchtigkeit, die er aus gefrorenem Boden nicht nachliefern kann.
  • Standort: Ein Platz an einer Südwand oder in einer geschützten Gartenecke ist ein paar Grad milder als eine offene Stelle im Wind.

Liest du, dass Olivenbäume winterhart sind, geht es vor allem um einen ausgewachsenen Baum im Gartenboden an einem geschützten Platz. In allen anderen Situationen ist zusätzlicher Schutz sinnvoll.

Olivenbaum im Kübel oder im Gartenboden

Der größte Unterschied im Winter liegt unter der Erde. Im Gartenboden liegen die Wurzeln tief und werden von der Erde um sie herum geschützt. In einem Kübel ist nur eine begrenzte Menge Erde, und die kühlt von allen Seiten ab. Bei anhaltendem Frost kann der ganze Wurzelballen durchfrieren. Die Wurzeln können dann kein Wasser mehr aufnehmen und werden geschädigt, auch wenn die Krone die Kälte selbst verträgt.

Ein großer Topf mit viel Erde hält Wärme länger als ein kleiner Topf. Ein Baum wie der Olea europaea (Olivenbaum) Bonsai 270 cm hoch, Topf ø80 cm hat also mehr Puffer als ein kleineres Exemplar. Trotzdem gilt auch für große Töpfe, dass du sie bei strengem Frost besser isolierst. Ein kleinerer Baum wie der Olea europaea (Olivenbaum) Hochstamm 160 cm hoch, Topf ø24 cm hat wenig Erde um seine Wurzeln und steht bei starkem Frost besser an einem kühlen Platz im Haus.

Muss man einen Olivenbaum im Winter einpacken?

Das hängt vom vorhergesagten Frost ab. Ein paar Nächte mit ein, zwei Grad unter null sind für einen gesunden Olivenbaum meist kein Problem. Friert es stärker oder bleibt es mehrere Tage hintereinander frostig, ist es sinnvoll, den Baum einzupacken. Für einen Olivenbaum im Kübel gilt das früher als für einen Baum im Gartenboden, weil du dort auch die Wurzeln schützen musst.

Behalte den Wetterbericht im Blick und pack den Baum ein, bevor der Frost beginnt. Einen Baum, der schon durchgefroren ist, bekommst du mit einer Haube nicht mehr warm.

Olivenbaum im Winter einpacken: so geht's

Beim Einpacken eines Olivenbaums im Winter schützt du drei Teile: die Krone, den Topf und die Unterseite des Topfes. So gehst du vor.

Die Krone: Wintersack für den Olivenbaum oder Gartenvlies

Verwende einen Wintersack für den Olivenbaum oder ein paar Lagen Gartenvlies (auch Wintervlies oder Pflanzenvlies genannt). Diese Materialien lassen Luft und Feuchtigkeit durch, halten aber die stärkste Kälte und den Wind ab. Zieh den Sack über die Krone und binde ihn unten locker um den Stamm. Achte darauf, dass keine Zweige abknicken.

Verwende keine Plastikfolie. Plastik lässt keine Feuchtigkeit durch. Darunter bildet sich Kondenswasser, und diese feuchte Luft führt zu Schimmel und Fäulnis. An sonnigen Wintertagen wird es unter Plastik außerdem schnell warm, und nachts kühlt es wieder stark ab. Diese Schwankungen schaden dem Baum.

Den Topf isolieren

Wickle den Topf in Jute, Luftpolsterfolie oder eine dicke Lage Vlies, oder stell den Topf in ein größeres Gefäß und fülle den Zwischenraum mit Stroh oder Holzhackschnitzeln. Luftpolsterfolie ist hier in Ordnung, weil es um die Außenseite des Topfes geht und nicht um die Pflanze selbst. Leg auch eine Schicht Stroh, Rindenmulch oder Laub auf die Erde im Topf. Das schützt die oberen Wurzeln.

Auf Füßen gegen nasse Wurzeln

Stell den Topf auf Topffüße, ein paar Latten oder Fliesen, damit er nicht direkt auf dem kalten, nassen Untergrund steht. Überschüssiges Wasser kann dann aus den Löchern im Boden ablaufen. Ein Topf, der in einer Pfütze steht, friert schneller durch und begünstigt Wurzelfäule. Nimm im Winter auch den Untersetzer unter dem Topf weg.

Vorübergehend ein anderer Platz

Kannst du den Topf bewegen, stell ihn an eine Hauswand, aus dem Wind und unter ein Vordach. Dort ist es oft ein paar Grad weniger kalt, und es fällt weniger Regen in den Topf.

Wieder auspacken

Ein Olivenbaum ist immergrün und braucht auch im Winter Licht. Lass den Sack deshalb nicht monatelang darüber. Kommt eine Phase ohne Frost, nimm ihn ab oder öffne ihn, damit Licht und Luft an die Blätter kommen. Bei neuem Frost packst du ihn wieder ein.

Olivenbaum im Kübel im Haus überwintern

Willst du kein Risiko eingehen oder hast du einen jungen oder kleineren Baum, kannst du den Olivenbaum im Kübel an einem Platz im Haus überwintern. Wichtig ist, dass dieser Platz kühl und hell ist. Eine Temperatur von etwa 5 bis 10 °C ist ideal. Geeignete Plätze sind zum Beispiel:

  • ein unbeheizter Wintergarten;
  • ein Gewächshaus, das frostfrei bleibt;
  • eine helle Garage oder ein Schuppen mit Fenster;
  • ein kühles Treppenhaus oder ein Flur mit Tageslicht.

Stell einen Olivenbaum nicht in ein warmes Wohnzimmer. In einem warmen Raum will der Baum weiterwachsen, aber im Winter gibt es zu wenig Licht, um das gut zu tun. Die Folge sind weiche, lange Triebe und oft Blattfall. Trockene, warme Luft lockt außerdem Schädlinge an, etwa Spinnmilben und Schildläuse. Ein dunkler Platz, zum Beispiel ein Keller ohne Fenster, ist ebenfalls keine gute Idee, weil der Baum dann seine Blätter abwirft.

Hol den Baum nicht zu früh ins Haus. Ein Olivenbaum kann im Herbst gut draußen bleiben, auch wenn es ab und zu leicht friert. Stell ihn erst hinein, wenn längerer oder stärkerer Frost vorhergesagt ist.

Gießen im Winter

Im Winter wächst ein Olivenbaum kaum und braucht wenig Wasser. Zu viel Wasser ist in dieser Zeit ein größeres Risiko als zu wenig. Trotzdem darf der Wurzelballen nicht ganz austrocknen, denn auch immergrüne Blätter verdunsten Feuchtigkeit.

  • Draußen im Kübel: Prüfe ab und zu, ob die Erde ein paar Zentimeter tief trocken ist. Gieß dann ein wenig, an einem frostfreien Tag. Oft reicht der Regen im Winter aus.
  • Im Haus überwintern: Gieß ab und zu eine kleine Menge, wenn sich die oberen Zentimeter trocken anfühlen. Lass kein Wasser im Untersetzer stehen.
  • Im Gartenboden: Zusätzliches Wasser ist meist nicht nötig. Achte nur bei langen trockenen, kalten Phasen mit viel Wind darauf.

Gieß nie, wenn die Erde gefroren ist. Das Wasser kann dann nicht versickern und gefriert an den Wurzeln.

Was tun nach Frost oder Blattfall

Verliert dein Olivenbaum nach einer kalten Phase Blätter oder sind die Blätter braun oder grau geworden, ist der Baum nicht gleich tot. Ein Olivenbaum wirft bei Stress oft einen Teil seiner Blätter ab und treibt im Frühjahr wieder aus. Schneide deshalb nicht sofort zurück.

So prüfst du, ob ein Zweig noch lebt: Kratze mit dem Fingernagel oder einem kleinen Messer ein Stückchen Rinde ab. Ist das Holz darunter grün, lebt der Zweig noch. Ist es braun und trocken, ist dieser Teil des Zweigs abgestorben. Fang oben bei den dünnen Trieben an und arbeite dich nach unten. Oft ist nur die Spitze beschädigt.

Warte mit dem Schneiden bis zum Frühjahr, wenn die Frostgefahr vorbei ist und du siehst, wo der Baum neue Knospen bildet. Schneide dann die abgestorbenen Teile bis knapp über gesundes Holz zurück. Gib dem Baum nach einem harten Winter keinen zusätzlichen Dünger, bevor er sichtbar wieder austreibt. Bist du unsicher, was du siehst, kannst du die Beschwerden deines Baums beim Pflanzendoktor eingeben.

Wann wieder nach draußen

Hast du den Olivenbaum im Haus überwintert, stell ihn wieder nach draußen, wenn kein Nachtfrost mehr zu erwarten ist. In Deutschland und Österreich ist das meist ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen. Ist das Frühjahr mild, geht es manchmal früher, aber halte dann ein Vlies für eine kalte Nacht bereit.

Lass den Baum langsam an draußen gewöhnen. Nach Monaten im Haus sind die Blätter keine kräftige Sonne mehr gewohnt und können verbrennen. Stell ihn in der ersten Woche an einen Platz im Halbschatten und danach an einen sonnigen Standort. Ein Olivenbaum ist eine Sonnenpflanze und wächst im Sommer am besten am wärmsten Platz in deinem Garten oder auf deiner Terrasse. Bei einem Baum, der draußen überwintert hat, entfernst du den Sack und das Isoliermaterial, sobald der Frost vorbei ist.

Welcher Olivenbaum passt zu deiner Situation

Hast du Platz im Garten und einen geschützten Standort, kannst du einen größeren Baum in einem geräumigen Topf wählen. Denk an den Olea europaea (Olivenbaum) Cultivo 230 cm hoch, Topf ø45 cm oder den Olea europaea (Olivenbaum) Lorc 180 cm hoch, Topf ø50 cm. Suchst du eine breite Form für eine Terrasse, ist der Olea europaea Strauch 250 cm hoch, Topf ø55 cm eine Option. Bedenke, dass du einen großen Topf im Winter nicht leicht bewegst. Wähle also vorher einen Platz, an dem der Baum das ganze Jahr stehen bleiben kann oder an dem du ihn gut einpacken kannst.

In unserer Kollektion Olivenbäume in verschiedenen Größen findest du Bäume für Garten und Terrasse. Möchtest du den Olivenbaum mit anderen Pflanzen kombinieren, die draußen stehen können, schau auch bei den Kübelpflanzen für Garten und Terrasse. Bist du unsicher, welche Pflanze zu deinem Platz passt, hilft dir der Pflanzenberater weiter.

Mit einem guten Platz, trockenen Füßen und einem atmungsaktiven Wintersack bei starkem Frost kommt ein Olivenbaum in den meisten Fällen gut durch den Winter. Suchst du einen neuen Baum für Garten oder Terrasse, sieh dir alle Olivenbäume für draußen in unserem Shop an.

Häufige Fragen

Wie viel Frost verträgt ein Olivenbaum?

Ein ausgewachsener Olivenbaum im Gartenboden verträgt kurze Frostperioden, grob bis -5 bis -10 °C, je nach Sorte und Alter. Junge Bäume und Bäume im Kübel sind empfindlicher, weil die Wurzeln im Topf schneller durchfrieren. Langer Frost und nasser Boden vergrößern den Schaden.

Muss man einen Olivenbaum im Winter einpacken?

Bei leichtem Frost über ein paar Nächte ist Einpacken meist nicht nötig. Wird es kälter oder friert es länger, packst du die Krone mit einem Wintersack oder Gartenvlies ein und isolierst den Topf. Verwende keine Plastikfolie, denn darunter bilden sich Kondenswasser und Schimmel.

Kann ein Olivenbaum im Kübel den ganzen Winter draußen bleiben?

Das geht, wenn du den Topf isolierst, den Baum auf Topffüße stellst und ihn bei starkem Frost einpackst. Ein geschützter Platz an einer Hauswand hilft ebenfalls. Bei einem kleinen Topf oder einem strengen Winter ist ein kühler, heller Platz im Haus sicherer.

Wo überwintert man einen Olivenbaum im Haus?

An einem kühlen und hellen Platz mit etwa 5 bis 10 °C, zum Beispiel in einem unbeheizten Wintergarten, einem frostfreien Gewächshaus oder einer hellen Garage. Ein warmes Wohnzimmer ist nicht geeignet, weil der Baum dort weich austreibt und anfällig für Spinnmilben und Schildläuse wird.

Mein Olivenbaum verliert nach dem Frost Blätter. Ist er tot?

Nicht unbedingt. Ein Olivenbaum wirft bei Stress oft Blätter ab und treibt im Frühjahr wieder aus. Kratze ein Stück Rinde ab: Ist das Holz darunter grün, lebt der Zweig noch. Schneide abgestorbene Teile erst im Frühjahr zurück.

Wann darf ein Olivenbaum wieder nach draußen?

Stell den Baum wieder nach draußen, wenn kein Nachtfrost mehr zu erwarten ist, in Deutschland und Österreich meist nach den Eisheiligen Mitte Mai. Lass ihn zuerst eine Woche im Halbschatten eingewöhnen, damit die Blätter in der vollen Sonne nicht verbrennen.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag